Liedertafel Teutonia von 1873 in Hamburg Kirchwerder

Wie alles begann...

Warum nicht auch im Seefelder Schulbezirk einen Gesangverein gründen?

Mit dieser Idee wenden sich Tönnies Kröger, Hermann Busch und Hermann von Hacht im Winter 1872 an den Lehrer Riecken. Sie fragen ihn, ob er einen Chor leiten würde. Somit ist die Liedertafel Teutonia geboren. Der erste Singabend findet am 4. Januar 1873 statt. Bald hat der Verein über 20 Mitglieder. Man macht es sich zur Aufgabe, das deutsche Liedgut zu pflegen und für zukünftige Generationen zu erhalten. Ein erstes Banner wird im Juni 1883 für 30 Goldmark angeschafft und im alten Seefelder Schulhaus feierlich geweiht. Aus Altersgründen legt Dirigent Riecken im Jahre 1892 sein Amt nieder. Ihm folgt Hermann Kaiser. Inzwischen ist die Liedertafel dem Hamburger Sängerbund beigetreten.

Zum 25jährigem Vereinsjubiläum wird ein großer Festumzug organisiert und im Vereinshaus am Hitscherberg wird ein Theaterstück aufgeführt. Die Mitgliederzahl des Vereins wächst stetig. Man kann es sich sogar leisten, einen Raddampfer anzumieten und mit Gästen eine Sommerausfahrt nach Geesthacht zu unternehmen.

In all den Jahren steht das Singen, die freundschaftliche Verbindung zu anderen Vereinen und die Geselligkeit im Vordergrund. Weitere Jubiläen werden dann in großen Festzelten gefeiert.

Im Mai 1974 wird der Liedertafel Teutonia durch den Präses der Behörde für Wissenschaft und Kunst im Hamburger Rathaus die begehrte Zelterplakette verliehen.

Aus einer Sektlaune heraus gründen 1980 die Ehefrauen der Sänger den Damenchor Teutonia, der schnell auf eine beachtliche Mitgliederzahl anwächst. Zum 125jährigem Vereinsjubiläum stiftet uns der Damenchor ein neues Banner, welches am Kommersabend von Pastor Sach von der St. Severini Kirche zu Kirchwerder gesegnet wird. Das Gründungsfest gelingt hervorragend und bleibt noch lange in Erinnerung.

Das im Curslacker Rieck-Haus alljährlich stattfindende Vierländer Erdbeerfest wird durch uns wesentlich mitgestaltet. Wir singen Volkslieder, Shantys und vierstimmige Chorsätze.

Die Plattdeutsche Sprache wird im Verein sehr gepflegt. So hat man zu Lesungen in Platt, Gerd Spiekermann, Jasper Vogt, Jochen Wiegandt, Edgar Bessen und Ina Müller eingeladen. Solch sehr gut besuchte Veranstaltungen sollen uns und unsere Gäste auch zukünftig erfreuen.

2004 steht ein Dirigentenwechsel an. Der Chor kann den bekannten Hamburger Musiker Peter Fläschner als Chorleiter gewinnen. Mit dem diplomierten Musiker, Akkordeonsolisten und Gitarristen weht ein neuer, uns alle begeisternder Wind im Chor.